ERNEUERBARE ENERGIEN

Warum Windenergie?

Der menschengemachte Klimawandel gefährdet unser aller Zukunft. Wetterphänomene werden extremer, der steigende Meeresspiegel bedroht Menschen und Tiere, und verstärkte Dürreperioden werden das Hungerproblem verschärfen. All diese Folgen des Klimawandels werden nicht nur mehr und mehr Menschenleben kosten, sondern auch viele Ressourcen vernichten und sehr viel Geld kosten.

Eins ist wissenschaftlicher Konsens: dass die globale Erwärmung seit Beginn der Industrialisierung hauptsächlich durch menschliches Handeln und Wirtschaften erzeugt ist und natürliche Ursachen nur eine untergeordnete Rolle spielen. Wesentlicher Treiber des Klimawandels ist die Nutzung fossiler Brennstoffe – Kohle, Öl und Gas – zur Erzeugung von Strom und Wärme und zum Antrieb von Maschinen und Fahrzeugen. Um dem Klimawandel entgegenzusteuern, ist es daher notwendig, deutlich weniger fossile Brennstoffe zu verbrennen. Hier kommen die erneuerbaren Energien ins Spiel. Denn durch sie können wir Strom und Wärme erzeugen, ohne massenhaft Klimagase in die Atmosphäre zu pusten.
Aber das ist nicht der einzige Vorteil. Nur mit erneuerbaren Energien können wir ein System der Energieerzeugung überwinden, das sehr viele Nachteile mit sich bringt. Die Windenergie spielt dabei eine wichtige Rolle, da sie aufgrund ihrer Leistungsfähigkeit das Rückgrat der Energiewende im Stromsektor bildet.

Ressourcen und Umwelt schonen

Daher ist eine nachhaltige und umweltverträgliche Energieversorgung das Gebot der Stunde und die Voraussetzung dafür, dass wir auch in Zukunft Strom und Wärme nutzen können. Denn die lange dominierende Energieversorgung auf Basis fossiler Rohstoffe und der Atomenergie ist nicht dauerhaft tragfähig. Endliche Ressourcen, Umweltverschmutzung und der Klimawandel sind die Schattenseiten dieser Energieversorgung – und es wird immer deutlicher, dass sie den Nutzen bei Weitem überwiegen

Unendlich viel Energie aus regenerativen Quellen

Für eine nachhaltige Energieversorgung stehen die erneuerbaren Energien. Darunter werden die Windenergie, Solarenergie, die verschiedenen Formen der Bioenergie, die Wasserkraft sowie die Geothermie oder Erdwärme zusammengefasst. Sie verbindet, dass sie nach menschlichem Ermessen unerschöpflich sind oder sich schnell erneuern. Erneuerbare Energien werden seit Jahrhunderten genutzt, haben aber durch die Nutzung fossiler Brennstoffe und der Atomenergie vor allem in den Industriestaaten an Boden verloren. Seit einigen Jahrzehnten sind sie aber wieder auf dem Vormarsch. Und dafür gibt es gute Gründe.

  • Erneuerbare Energien sind nach menschlichen Maßstäben unerschöpflich.
  • Bei der Nutzung erneuerbarer Energien fallen keine Brennstoffkosten an (außer bei Bioenergie).
  • Erneuerbare Energien können dauerhaft Preisstabilität bieten.
  • Die Nutzung erneuerbarer Energien ist aktiver Umwelt- und Klimaschutz, da sehr wenige Emissionen entstehen. Das gilt sowohl für Treibhausgase als auch für andere Schadstoffe.
  • Es entstehen keine Schäden für Mensch und Umwelt durch den Abbau von Brennstoffen (wie etwa bei der Ölförderung durch Lecks und Tankerunglücke oder beim Braunkohle-Abbau durch die Verwüstung ganzer Landstriche und die Umsiedlung von Anwohnern).
  • Erneuerbare Energien werden regional und dezentral erzeugt. So profitieren viele Menschen vor Ort von der Wertschöpfung durch die Stromerzeugung. Landwirte, Hausbesitzer und Gewerbetreibende werden ebenso zu Stromerzeugern wie Bürgerinnen und Bürger, die sich zu Genossenschaften zusammenschließen oder Anteile an Bürgersolaranlagen oder Fonds kaufen.
  • Erneuerbare Energien sind heimische Ressourcen. Ihre Nutzung vermindert die Abhängigkeit von Öl- und Gaslieferungen aus politisch instabilen Regionen, mit denen wir als Bürgerinnen und Bürger freier und demokratischer Gesellschaften gleichzeitig autoritäre Regime und Menschenrechtsverletzungen finanzieren.

Weitere ausführliche Informationen zu diesem Thema finden Sie in der Broschüre Wind bewegt vom Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE)