Fragen+Antworten2020-05-25T08:32:07+02:00
FRAGEN + ANTWORTEN

Wissenswertes rund um das Thema Windenergie

Unsere Zusammenstellung häufig gestellter Fragen und der entsprechenden Antworten gibt Ihnen eine Fülle zusätzlicher Informationen zum Thema.

Sind Windenergieanlagen starr oder drehen sie sich in die Richtung des Windes?2020-01-15T10:00:08+01:00

Die Windenergieanlagen werden automatisch in den Wind gedreht, wenn sich die Windrichtung ändert. Nur so kann die Energie des Windes effektiv genutzt werden. Auf den Maschinenhäusern sind Windmessgeräte angebracht, die die Informationen an die im Maschinenhaus befindlichen Motoren weitergeben, die die Gondel ausrichten.

Wie viele Windenergieanlagen werden aufgestellt und wie hoch werden sie?2020-05-25T08:26:54+02:00

Nach dem aktuellen Stand der Planung gehen wir von der Errichtung von drei Windenergieanlagen aus. Bis zur oberen Flügelspitze werden die Anlagen nach jetzigem Stand der Planung 180-200 Meter hoch sein.

Wirken sich Windenergieanlagen negativ auf die Anwohner aus, oder haben sie generell negative Folgen?2020-01-14T15:51:34+01:00

Durch das umfangreiche Gesetzgebungsverfahren werden mögliche negative Auswirkungen verhindert oder minimiert. Um eine Bau- und Betriebsgenehmigung für Windenergieanlagen zu erhalten, müssen die Planer anhand von Gutachten nachweisen, dass die Anlagen die Bevölkerung in der Umgebung nicht beeinträchtigen.
Unabhängige Gutachter haben unter anderem untersucht, ob die Menschen von Geräuschen, die von den Anlagen ausgehen, oder durch den Schattenwurf der Rotorblätter belästigt werden können. Eine Genehmigung zum Bau der Anlagen kann nur erteilt werden, wenn gesetzlich vorgeschriebene Grenzwerte eingehalten werden.

Wie viel Abstand ist zu den Wohnhäusern einzuhalten?2020-01-14T15:51:06+01:00

Nach den Vorgaben der Raumordnung müssen die Anlagen mindestens 5 x Gesamthöhe der Windenergieanlage von Ortschaften (geschlossener Wohnbebauung) und 3 x Gesamthöhe der Windenergieanlage von Einzelhäusern entfernt sein.

Wie laut sind die Windenergieanlagen?2020-01-15T09:59:14+01:00

Damit die Windenergieanlagen genehmigt werden können, müssen sie im Betrieb die in der Technischen Anleitung (TA) Lärm festgelegten Richtwerte für Schallimmissionen einhalten. Das heißt, dass die Geräusche, die bei den Anwohnern (außerhalb des Hauses) ankommen, nachts die folgenden Werte (in Dezibel (A)) nicht überschreiten dürfen. Entscheidend ist dabei das den Anlagen am nächsten stehende Wohngebäude:

  • in Dorf- und Mischgebieten 45 dB(A) – entspricht einer leisen Unterhaltung
  • in allgemeinen Wohngebieten 40 dB(A) – entspricht einem nahem Flüstern
  • in reinen Wohngebieten 35 dB(A) – entspricht dem Geräuschpegel in einer Bibliothek
Besteht eine Gesundheitsgefährdung durch Infraschall?2020-01-15T09:58:56+01:00

Entgegen der vielfach gehörten Behauptungen ist eine Gesundheitsgefährdung durch von Windenergieanlagen ausgehenden Infraschall nicht belegt. Die subjektiv empfundene Belästigung durch Windenergieanlagen steht nachweisbar nicht im Zusammenhang mit den tatsächlichen Schallimmisionen durch die betreffenden Anlagen, sondern eher mit der persönlichen Einstellung gegenüber der Windenergie im Allgemeinen und den sichtbaren Anlagen im Besonderen.

Ausführliche Informationen zu diesem Thema bietet das „Faktenpapier Windenergie und Infraschall“ des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung.

Wie hoch ist die Jahresleistung einer Windenergieanlage?2020-05-25T08:25:48+02:00

Jede einzelne Windenergieanlage in Buhlenberg wird voraussichtlich etwa 20 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Wird die geplante Anzahl von drei Anlagen errichtet, wird der gesamte Windpark also ca. 20 Millionen Kilowattstunden pro Jahr erzeugen. Das entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von mehr als 6.500 Haushalten. Dadurch könnte pro Jahr der Ausstoß von mehr als 15.000 Tonnen Kohlendioxid vermieden werden.

Laufen die Windenergieanlagen 24 Stunden am Tag oder ist es wetterbedingt?2020-01-14T15:50:06+01:00

Wenn genug Wind weht, laufen die Anlagen rund um die Uhr. Die Windgeschwindigkeit muss einen Mindestwert erreichen, damit die Anlagen anlaufen oder weiterlaufen. Diese so genannte Einschaltgeschwindigkeit variiert leicht, je nach verwendetem Anlagetyp. Es kann aber auch vorkommen, dass einzelne Anlagen trotz genügend Windangebot für eine gewisse Zeit abgeschaltet werden. Das kann unterschiedliche Gründe haben:

Die Windenergieanlagen werden regelmäßig gewartet. Während des Aufenthalts der Betriebsführer und Service-Teams in der Anlage wird diese natürlich abgeschaltet. Außerdem kann es wie bei allen Maschinen auch bei einer Windenergieanlage vorkommen, dass Reparaturen notwendig sind, auch dann steht sie still.

  • Grundsätzlich können einzelne Windparks auch abgeschaltet werden, um eine Überlastung der Stromnetze zu vermeiden. Angesichts der noch recht geringen Zahl der Windenergieanlagen in Mittel- und Südhessen, der gut ausgebauten Netze in der Region und des hohen Strombedarfs der Rhein-Main-Region ist eine solche Überlastung in der Region aber nicht zu erwarten.
  • Ebenso kann es aus Gründen des Naturschutzes zu Abschaltzeiten kommen, etwa in der Dunkelheit, um Fledermäuse zu schützen.
Wie lange ist die Nutzungsdauer der Windenergieanlagen?2020-01-14T15:38:56+01:00

Ein Windpark wird in der Regel für eine Mindestlaufzeit von 20 Jahren geplant, das entspricht dem Zeitraum, für den feste Einspeisevergütungen garantiert werden. Technisch können die Anlagen auch länger laufen, ob das wirtschaftlich sinnvoll ist, müssen dann die Eigentümer entscheiden.

Wer entsorgt nach Ablauf der Nutzung die Windenergieanlagen?2020-01-15T09:57:27+01:00

Der Betreiber der Anlagen ist auch für den Abbau zuständig. Innerhalb von sechs Monaten nach Einstellung des Betriebs müssen die Anlagen vollständig zurückgebaut und der ursprüngliche Zustands des Geländes wieder hergestellt sein. Für Standorte im Wald bedeutet das, dass die Flächen wieder aufgeforstet werden. Die Anlagen werden dann entweder zur weiteren Nutzung an anderen Standorten verkauft oder der Verwertung zugeführt.

Um den Rückbau sicherzustellen, muss der Betreiber der Genehmigungsbehörde Bankbürgschaften vorlegen, ansonsten kann die Anlage nicht genehmigt werden. Dadurch wird gewährleistet, dass der Rückbau auch dann erfolgen wird, wenn der Betreiber nach Ablauf der Nutzungsdauer der Anlagen nicht mehr existieren sollte.

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