DAS PROJEKT

Was ist geplant

Gemeinsam mit den Gemeinden Weilmünster und Waldsolms sowie dem Hessen-Forst plant Windwärts Energie GmbH die Errichtung von drei Windenergieanlagen auf dem Buhlenberg.

Die Rahmenbedingungen

Der Windpark entsteht unter Berücksichtigung der Mindestabstände zu Ortschaften von 1.000 Metern, zu Einzelhäusern von 600 Metern sowie zu Verkehrswegen und Schutzgebieten von 200 Metern. Der Abstand zu den Einzelhäusern in der Umgebung beträgt in jedem Fall mindestens 900 Meter und damit mehr als der geforderte Mindestabstand.

Bei der prognostizierten Windgeschwindigkeit von durchschnittlich circa 6,4 m/s in 140 Meter Höhe kann mit einer Stromproduktion von etwa 34 Mio. kWh pro Jahr gerechnet werden. Um die tatsächliche Windgeschwindigkeit zu ermitteln, hat Windwärts im Oktober 2013 einen 140 Meter hohen Windmessmast mit fünf auf unterschiedlichen Höhen angebrachten Messpunkten auf der Fläche errichtet. Die Messungen erstreckten sich über 13 Monate, anschließend wurde der Mast wieder abgebaut. Bei einem durchschnittlichen Stromverbrauch von etwa mehr als 3.000 kWh würde somit der Strombedarf von 6.600 Privathaushalten gedeckt.

Das Aufstellungskonzept

An der Ausschreibungsrunde für Windenergie an Land der Bundesnetzagentur haben im Oktober 2018 die Windenergieanlagen 1 bis 3 im Norden des Buhlenbergs eine Genehmigung erhalten.

Im Zusammenspiel der Anforderungen von Technik und Natur und gemäß des Teilregionalplans Energie Mittelhessen ist so das Aufstellungskonzept für den Windpark auf dem Buhlenberg entstanden.

Detailplanung der drei Windenergieanlagen 1 bis 3 auf dem Buhlenberg

Detailplanung der drei Windenergieanlagen 1 bis 3 auf dem Buhlenberg

Schallimmission

Windenergieanlagen müssen die Vorgaben der Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm) einhalten, damit sie eine Baugenehmigung bekommen. In der TA Lärm wird genau geregelt, wie viel von den Geräuschen einer Gewerbe- oder Industrieanlage (oder eben einer Windenergieanlage) in unterschiedlichen Gebieten zu hören sein darf.

In reinen Wohngebieten darf nachts die Grenze von 35 Dezibel (A) nicht überschritten werden. Dieser Wert entspricht ungefähr der Lautstärke, die in einer Bibliothek herrscht. Für allgemeine Wohngebiete liegt der entsprechende Höchstwert bei 40 Dezibel (A). Das ist in etwa der Geräuschpegel, den eine sehr leise Unterhaltung hat. In Dorf- und Mischgebieten liegt der Grenzwert bei 45 dB(A).

Externes Schallgutachten

Im Genehmigungsverfahren muss der Projektentwickler durch ein externes Schallgutachten eines unabhängigen Gutachters nachweisen, dass die Grenzwerte eingehalten werden.

Schattenwurf

Der potenzielle Schattenwurf durch die Anlagen wird ebenfalls im Vorfeld durch unabhängige Gutachter geprüft. Wohnhäuser dürfen unter der theoretischen Annahme eines andauernd wolkenlosen Himmels höchstens 30 Stunden pro Jahr sowie 30 Minuten pro Tag dem Schattenwurf einer Windenergieanlage ausgesetzt sein.

Externes Schattenwurfgutachten

Im Zuge des bisherigen Genehmigungsverfahrens hat ein unabhängiger Fachgutachter eine Schattenwurfprognose erstellt. Das Gutachten hat ergeben, dass für einzelne Wohnhäuser in Möttau der oben erläuterte theoretische Wert überschritten werden könnte. In der bisherigen Planung haben wir daher die vom Gutachter empfohlene Verwendung einer Abschaltautomatik zur Einhaltung der Richtwerte für den Schattenwurf berücksichtigt. Auf Basis der neuen Planung wird das Schattenwurfgutachten überarbeitet. Daraus wird sich ergeben, ob auch unter den veränderten Rahmenbedingungen eine Abschaltautomatik notwendig sein wird.